… auf dem Dach des Immanuel-Kant-Gymnasiums: zwei Bienenvölker sind dort eingezogen. Zu Beginn des Schuljahres 2017/18 wurde auch die erste Bienen-AG an der Schule mit interessierten Schülerinnen und Schülern gegründet.
Da es seit September 2017 draußen noch nicht viel für den Imker-Nachwuchs zu tun gab, wurde gemeinsam über die Bedeutung der Bienen für unser Ökosystem diskutiert. Die Holzbeuten, in denen die Bienen leben, wurden mit Leinöl behandelt, um sie vor Witterungsschäden zu bewahren. Gemeinsam wurden einheimische sowie seltene Honigsorten verkostet und Kerzen aus Wachs im Dezember gebastelt. Die Varroa-Milbe, die unseren Bienen gefährlich werden kann, wurde unter dem Mikroskop betrachtet und Schutzmaßnahmen wurden besprochen.

Bald geht es nun ans Werk und die Jugendlichen dürfen mit der Arbeit beginnen und am Volk arbeiten. Im Frühjahr wird ein Projekt in Kooperation mit der Universität Würzburg anlaufen, in welchem ein drittes Bienenvolk in einer speziellen Beute auf dem Dach ein-ziehen wird, welches mit vielen Sensoren überwacht wird. Die Werte (beispielsweise Temperatur und Luftfeuchtigkeit, Massezunahme) können dann über eine App in Echtzeit abgerufen und auch mit anderen Völkern verglichen werden.

Neben der AG sind Bienen als Thema auch im Bildungsplan BNT (Biologie, Naturphänomene und Technik) der Klasse5/6 verankert und so sollen die zukünftigen IKG-Bienenvölker auch im regulären Biologieunterricht eingebunden werden.
Großzügig unterstützt wurde der Aufbau der BIENEN-AG vom Verein der Freunde und Förderer der Gymnasien, der die Grundausrüstung im Wert von über 800,- Euro übernommen hat. Ende des Schuljahres 17/18 wird es dann hoffentlich den ersten IKG-Honig geben, der dann auf Schulfesten und zu ähnlichen Anlässen verkauft werden soll. Vor Stichen müssen sich die Schülerinnen und Schüler des IKG übrigens nicht fürchten, die Bienen haben auf dem Dach ein ruhiges Plätzchen für sich und es wurden sehr friedliche Bienen ausgewählt, welche lediglich zur Verteidigung ihres Lebens oder des Bienenstocks stechen würden.